Workshops
Methoden & Fragen
Wege durch den Psychodschungel
Links
Kontakt
Home
Impressum
Über mich
Was unterscheidet Coaching von anderen Formen der Beratung?

Anders als die offene psychologische Beratung ist Coaching konkret zielorientiert. Die Ziele werden von Klient/Klientin und Coach gemeinsam festgelegt, und der Prozess wird im Blick auf diese Ziele überprüft. So ist sicher gestellt, dass die Kunden auch wirklich das erhalten, wonach sie gesucht haben.
Im Unterschied zur Therapie gilt das Prinzip der Selbstverantwortung. Coaching richtet sich also an prinzipiell gesunde Menschen und geht außerdem davon aus, dass die Klientin, der Klient aus eigener Motivation ein Coaching möchte. Ein mündlicher oder schriftlicher Vertrag zu Beginn der Arbeit schafft Klarheit über die Verantwortlichkeiten und sichert den Kunden die absolute Verschwiegenheit des Coachs zu.
Coaching grenzt sich also von Therapie ab, bleibt deshalb aber nicht an der Oberfläche. Jedes Thema kann im Coaching seinen Platz haben. Es geht vor allem darum, neue Möglichkeiten der Selbststeuerung zu entdecken und innere wie äußere Konflikte gegenwartsorientiert zu lösen. Diese Form der intensiven und individuell zugeschnitten Begleitung unterscheidet ein Coaching außerdem von einem standardisierten Training. zurück

Mit welchen Fragen befasst sich ein Coaching?

Unsere Persönlichkeit zeigt sich in verschiedenen Lebenswelten und Rollen. Im Berufsleben haben wir eine fachliche Rolle (z.B. Werbekauffrau) und eine Rolle in der Organisation (z.B. Abteilungsleiterin). Ebenso füllen wir im Privatleben viele Rollen aus. Wir sind Lebenspartner, Freunde, Kinder oder Eltern. In all diesen Rollen scheint ein gleichbleibender Wesenskern, unsere Persönlichkeit, durch. "Personare" (lat.) bedeutet "durchtönen".
Ein professionelles Coaching ist deshalb immer auch Persönlichkeitscoaching:
Selbst-, Sozial- und Entscheidungskompetenz, Persönlichkeitsorientierung, Kommunikationsverhalten und Integration unserer Wirkungsbereiche haben
hier ihren Ort.
Das konkrete Thema eines Coachings finden wir in einer unser Lebenswelten.
Ein Berufscoaching bezieht sich meist auf Führungs- und Teamverhalten, zielorientierte Kommunikation oder Gesprächsvorbereitung, auf Berufswahl
und –planung.
Wenn die Privatwelt den spezifischen Anlass für ein Coaching liefert, handelt
es sich oft um Verständigung in Partnerschaft und Familie, um die Suche nach Entspannung, Lebendigkeit und Kreativität.
Mein Angebot des Kreativitätscoachings leistet zu all diesen Themen noch einen besonderen Beitrag. Es kann eine Technik der Selbsterfahrung, ein privater Ausgleich oder ein Berufscoaching für Menschen in kreativen Berufen sein.
zurück

Was heißt "psychologisch"?

Ein professionelles Coaching unterstützt die Dynamik der Psyche. Diese Dynamik
zeigt sich im Wechselspiel zwischen bewussten und unbewussten Prozessen. Dabei sendet das Unbewusste immer wieder Botschaften - Erinnerungen, Träume, Körpergefühle - ins Bewusstsein. Das Bewusstsein geht auf seine Weise mit ihnen um: Es kann sich auf die Botschaften einlassen und sie als wertvolle Hinweise für die Lebensgestaltung nutzen. Es kann sie aber auch ignorieren. Damit jedoch unterbricht es die natürliche Dynamik der Psyche.
Ein Coaching bringt den Austausch von unbewussten und bewussten Anteilen wieder in Fluss und hilft, den Botschaften des Unbewussten ohne Angst zu be-
gegnen. Wenn wir auf der Basis unserer inneren Wahrnehmung Entscheidungen bewusst getroffen haben, dann können wir vieles wieder den unbewussten Kräften überlassen.
zurück

Mit welchen Methoden wird gearbeitet?

Vier methodische Ansätze fließen in meine Arbeit ein:

1. Techniken der Gesprächsführung
2. Transaktionsanalyse
3. Systemische Arbeit
4. Entspannungs- und Imaginationstechniken

Einsatz und Gewichtung der Methoden hängen von den individuellen Bedürfnissen der Klienten ab. zurück

Welche Techniken der Gesprächsführung werden eingesetzt

Eine effektive Gesprächsführung ist Grundvoraussetzung eines Coachings. Sie läßt sich im Wesentlichen in drei Phasen einteilen:

1. Das klientenzentrierte Gespräch
2. Der hermeneutische Dialog
3. Das strukturierende Gespräch

In der ersten Phase steht der Klient oder die Klientin in besonderer Weise im Mittelpunkt. Der Coach hört erst einmal genau hin und hält durch kurze Rück-
fragen die Selbstaussprache des Gegenübers in Gang. So finden die Klienten zu ihrem eigentlichen Thema und entwickeln oft schon Lösungsansätze. Carl R. Rogers ist der Vater dieser Gesprächstechnik.
In der zweiten Phase wird das Gespräch dialogisch. Es zielt nun darauf ab, ge-
meinsam neue Sichtweisen zu finden und alte Deutungen zu revidieren. Dabei geht es weniger um psychologische Standardinterpretation, sondern um einen wechselseitig sich vertiefenden Gesprächsprozess. Diese Dialogführung lässt sich hermeneutisch nennen. Sie ist, wie Hans-Georg Gadamer zeigt, die Basistechnik jedes Gesprächs, das sich durch ein geisteswissenschaftlich fundiertes Erkenntnisinteresse auszeichnet.
Manchmal schließt sich eine dritte Gesprächsphase an. Sie besteht im Ordnen und Strukturieren der Ergebnisse. Viele verbinden diesen Aspekt mit dem Begriff des Berufscoachings. Der Einsatz von Moderationstechniken, Entwürfe der weiteren Vorgehensweise, Zeitpläne - all das kann durchaus ein Teil des Berufscoachings sein. Aber auch bestimmte Kreativitätstechniken, die von vagen Ahnungen zu konkreten Konzepten führen, sind der strukturierenden Gesprächsführung zuzuordnen.

Literatur zum Thema:
Rogers, Carl R. u.a. (Hrsg.): Die klienten-bezogene Gesprächstherapie. München 1973.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode. III. Teil. Tübingen 1990. 6. Aufl.
Buzan, Tony (Hrsg.): Business mind mapping. Visuell organisieren, übersichtlich strukturieren, Arbeitstechniken optimieren. Frankfurt a. M. 2002. zurück

Was ist Transaktionsanalyse?

Die Transaktionsanalyse geht davon aus, dass wir im Laufe unseres Erwach-
senwerdens verschiedene Ich-Anteile entwickeln. Sie werden Kind-Ich, Eltern-Ich und Erwachsenen-Ich genannt.
Wir kommen als spontanes und offenes Kind auf die Welt und lernen durch das Vorbild unserer Eltern bestimmte Verhaltensregeln und Glaubenssätze. Wir verinnerlichen diese Normen schon sehr früh als Eltern-Ich und passen unser Kind-Ich zu einem großen Teil dieser Instanz an.
Konflikte, die zwischen der spontanen Lebendigkeit des Kind-Ich und einem reglementierenden Eltern-Ich entstehen können, versuchen wir durch einen dritten, vermittelnden Anteil zu lösen - durch das Erwachsenen-Ich: Wir analysieren die Situation, argumentieren, schlagen Kompromisse vor. Das Zusammenspiel dieser drei inneren Anteile bestimmt also unsere Psyche.
Auch wenn wir kein Kind mehr sind, ist das Kind-Ich in uns dauernd präsent und zeigt uns durch Gefühle und Körperzeichen, Träume und Phantasien, wie es ihm geht. Ein liebevolles Eltern-Ich heißt diese Botschaften als Angebot des inneren Dialogs willkommen, ein starres Eltern-Ich negiert das, was den eingeprägten Regeln und Glaubenssätzen widerspricht.
Problemsituationen entstehen somit häufig aus widersprüchlichen Forderungen von Kind-Ich und Eltern-Ich, die unser Erwachsenen-Ich nicht mehr integrieren kann. All dies aber läuft zum großen Teil unbewusst ab.
Die Transaktionsanalyse macht diese unbewussten Prozesse bewusst. Sie ist damit eine effektive Basistechnik, um unser Kommunikationsverhalten im privaten wie im beruflichen Kontext zu verstehen.
Die Arbeit mit dem inneren Kind hilft außerdem, diese Prozesse zu verändern, indem sie einen wirksamen Dialog der Ich-Zustände ermöglicht und zu einem Wandel unserer Verhaltensmuster führt.

Literatur zum Thema:
Berne, Eric: Spiele der Erwachsenen. Psychologie der menschlichen Beziehungen. Reinbek bei Hamburg. 1984;
Hagehülsememann, Ute und Heinrich: Der Mensch im Spannungsfeld seiner Organisation. Transaktionsanalyse in Managementtraining, Coaching, Team- und Personalentwicklung. Paderborn 1998. zurück

Was versteht man unter systemischer Arbeit?

Die systemische Psychologie bezieht sich auf die Tatsache, dass wir in über-
geordnete, dynamische Strukturen eingebunden sind, denen wir einerseits unterliegen und die wir andererseits mitgestalten. Die Familie, das Team, die Organisation - all das sind Beispiele für solche systemischen Strukturen.
Gerade dort, wo man mit dem Blick auf den Einzelnen nicht mehr weiterkommt, ist es hilfreich, das betreffende System zu betrachten, das dem Individuum einen ganz bestimmten Platz zuweist. Struktur und Dynamik eines Systems können sehr mächtig sein, sind uns aber meist nicht bewusst.
Eine Methode, sie bewusst zu machen, besteht darin, eine Struktur "aufzu-
stellen". Das kann mit einer Gruppe von Mitspielenden oder mit Figuren ge-
schehen. Dabei dreht es sich vor allem um die Frage, wie die Klienten diese Struktur empfinden und natürlich darum, wo sie sich in diesem System sehen. Durch eine Aufstellung können wir oft leicht erkennen, warum ein Kollege oder Familienmitglied sich auf seine spezielle Weise verhält, und wir können unsere eigene Funktion und Rolle im System verstehen.
Besonders interessant ist es, unsere Ist-Situation in einer Aufstellung zu verändern und einen systemischen Ort zu finden, an dem wir uns sicher und gestärkt fühlen. Nach und nach gerät das ganze System in Bewegung; denn wenn einer sich bewegt, bewegen sich alle anderen mit. Dabei zeigt sich sehr schnell: Kleine gezielte Initiativen können mehr bewirken, als man meint. Die systemische Arbeit hilft, hier die richtigen zu finden.

Literatur zum Thema:
Varga von Kibéd, Matthias: Ganz im Gegenteil. Teralemmaarbeit und andere Grundformen systemischer Strukturaufstellungen - für Querdenker und solche, die es werden wollen. Heidelberg 2000;
Farmer, Chris: Psychodrama und systemische Therapie. Ein integrativer Ansatz. Stuttgart 1998. zurück

Was sind Entspannungs- und Imaginationstechniken?

Bewusst Ziele zu formulieren, ist das eine, worauf es in Phasen der Veränderung ankommt - auf die innere Führung jenseits des Bewusstseins zu vertrauen, das andere. Erst wenn beides zusammenspielt, nutzen wir all unsere Resourcen.
Unbewusste Anteile unserer Persönlichkeit sprechen sich durch Empfindungen
und Bilder aus, so wie wir es z.B. aus Träumen kennen.
Entspannungs- und Imaginationstechniken helfen, uns auf diese Sprache des Unbewussten einzulassen. Sie können Veränderungsprozesse effektiv unter-
stützen, manchmal auch direkt im Unbewussten auslösen. Außerdem ermöglichen sie uns, die Anspannung und Fixierung des bewussten Wollens, das, was wir im allgemeinen "Stress" nennen, hinter uns zu lassen, und den inneren Reichtum zu erleben, der jenseits dieses Wollens noch da ist.
Der Kontakt mit dieser Ebene unserer Existenz wird meist als Erfahrung der Ganzheit und des Bei-Sich-Seins empfunden. Wir gewinnen jene Sicherheit in
der Tiefe, die uns auch für andere überzeugend und vertrauenswürdig macht.

Litertaur zum Thema:
Erickson, Milton H.; Rossi Ernest L. und Sheila L.: Hypnotherapie. Aufbau, Beispiele, Forschungen. München 1981;
Leuner, Hanscarl: Katathymes Bildererleben. Ergebnisse in Theorie und Praxis. Bern u.a. 1990.zurück

Aussprechen/deuten
Bewusst werden
Wahrnehmen
Ziele formulieren
Verändern
Loslassen/abgeben
Bewusst
Unbewusst